20. November 2018

Diakoniegespräch beschäftigte sich mit der Qualität in den Kindertagesstätten


Beim zweiten Diakonie-Gesprächs 2018 im Saarbrücker Schlosskeller ging es um die Qualität in Kindertageseinrichtungen vor dem Hintergrund veränderter Kindheit und zunehmend vielfältiger Familienstrukturen. Der Saarländische Rundfunk sendet das Gespräch am Freitag, 7. Dezember, um 19 Uhr 15 auf SR2

Kindertageseinrichtungen müssen sich mit Blick auf veränderte Kindheiten vielfältigen Herausforderungen in Betreuung, Bildung und Erziehung stellen. Aufgrund veränderter Familienstrukturen und der Berufstätigkeit der Eltern sind die Tagesabläufe bereits von Kindergartenkindern immer stärker durchorganisiert. Die Kinder verbringen mehr Zeit in den Einrichtungen. Gleichzeitig möchten die Eltern, dass ihre Kinder bestmöglich auf das gesellschaftliche- und berufliche Leben vorbereitet werden. Und so stellte Doris Beneke, Leiterin des Zentrums Kinder, Jugend, Familie und Frauen in der Diakonie Deutschland, in ihrem Impulsreferat fest, dass sich die Bedarfe in den Einrichtungen mit großer Schnelligkeit verändert hätten. „Die Kita ist ein Spiegelbild der Gesellschaft“, sagte Beneke. Dem müsse die Politik Rechnung tragen, etwa durch die Schaffung von besseren Rahmenbedingungen in den Kitas.

Im  anschließenden Gespräch, das  von SR Redakteur Marc Weyrich moderiert wurde, forderte Annette Burkhardt-Walsch von der Kita Fachberatung der Diakonie Saar, kleinere Gruppen und mehr Fachkräfte. Sie lobte das neue saarländische Bildungsprogramm für die Kitas. Es richte den Blick auf die Bedürfnisse der Kinder und die Zusammenarbeit mit den Eltern. Um es umzusetzen, müssten sich aber die Rahmenbedingungen verändern. Dazu sei für die Träger der Einrichtungen einfach mehr Geld nötig.

Ursula Rode, Leiterin der Evangelischen Christianenanstalt in Saarbrücken, betonte, wie wichtig heute die Elternarbeit sei. Die Erwartungen der Eltern an die Einrichtung müssten sehr ernst genommen werden, gleichzeitig müssten die Fachkräfte ihre eigene Konzeption deutlich vertreten. Dies sei oft eine große Herausforderung.  Deshalb sei eine Professionalisierung der Fachkräfte durch regelmäßige  Fort- und Weiterbildungen  wichtig, ergänzte  Susanne Fritsch, Leiterin der evangelischen Kita in Saarlouis. „Wir brauchen Erzieherinnen und Erzieher, die eine sehr gute Bildung haben und vor Selbstreflektion nicht zurückschrecken.“   

 





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